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Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und die Stellung des revolutionären Syndikalismus

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Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und die Stellung des revolutionären Syndikalismus (1931)1

Als am 29. Oktober 1929 wie ein Blitzschlag aus dem heiteren Himmel die erste Börsenpanik in New York ausbrach, wollten im Anfang alle diejenigen, welche gewöhnt sind, nur die Oberfläche der sozialen Erscheinungen zu beobachten, nicht an den tiefen Ernst der Katastrophe glauben. Und die amerikanischen Ökonomisten und Finanzleute – im allgemeinen oberflächlich und selbstbewußt wie nur ein Amerikaner es sein kann – gaben uns die heilige Versicherung, es handele sich nur um eine ganz gewöhnliche Börsenpanik.

Während einiger Wochen war das große Publikum auf ihrer Seite. Was! Amerika, die „Republik der zwei Ozeane“, Amerika, das einen inländischen Markt besitzt – so ausgedehnt, so selbstgenügend, wie er in keinem anderen Lande besteht; dessen Industrie unbedingt besser organisiert ist als irgend eine andere; Amerika, das schließlich hinter hohen Zollmauern ruhig der internationalen Konkurrenz die Stirn bieten kann; – Amerika würde vor einer ökonomischen Krise stehen, so akut, so tief eingreifend wie selbst die große Krise von 1907 bis 1909 es nicht gewesen war? Das schien Zehntausenden von Menschen im Anfang unmöglich zu sein.

Und trotzdem hatten viele Andere, durch tiefere wirtschaftliche Studien aufmerksam gemacht, schon Monate und Jahre vorher behauptet, es gäbe etwas Krankhaftes und eine schlimme Vorbedeutung in jener schnellen, fieberhaften Entwicklung der amerikanischen Industrien, etwas, woraus sie eine plötzliche, urkräftige und auch recht „amerikanische“ Katastrophe vorhersahen.

Ihre Prophezeiung stützte sich erstens auf die in Nord-Amerika so skrupellos entwickelte Spekulation, welche zwar nur als ein Merkmal einer ungesunden Organisation des Produktions- und Distributionssystems angesehen werden kann, aber trotzdem und eben als solches seine Bedeutung hat.

Der amerikanische Businessman, der einige Millionen Dollars zu seiner Verfügung hat, hat nicht die Gewohnheit, sein Geld ganz in einer einzelnen oder in zwei industriellen Handels- oder Finanzunternehmungen anzulegen; er kauft vielmehr fünf Prozent der Aktien einer Unternehmung, nimmt auf dieselbe eine Hypothek und kauft mit dem neuen Gelde die Mehrheit der Aktien einer zweiten Fabrik, Warenhandlung oder Bank, auf welche er gleicherweise eine Hypothek nimmt, um mit dem letzteren Betrage eine dritte Unternehmung zu kaufen usw.; auf diese Weise „kontrolliert“ – wie die Amerikaner es nennen – ein einziger Mensch oder ein kleines Komplott von industriellen Hochstaplern viele und selbst verschiedenartige Unternehmungen, welche alle schwer belastet sind –, bis der erste beste Sturmwind das Kartenhaus auseinanderschlägt.

Man kennt auch den recht amerikanischen Prozeß der Stockwatering (Kapitalanlegung), der, gerade wie die obengenannte „Verkettung“ der Industrien, schon 1907 so viel zum unvermeidlichen „Krach“ beigetragen hatte. Wenn fünf, zehn oder fünfzig Industrie-, Handels- oder Bankunternehmungen, die durchschnittlich jede drei Millionen Dollar wert sind, einen „Trust“ bilden, so werden sie zusammen nicht auf fünfzehn, dreißig oder hundertfünfzig Millionen Dollars, sondern viel höher, etwa auf zwanzig, fünfzig oder zweihundert Millionen geschätzt, und nach dieser neuen Schätzung sollen sie Gewinn geben. Solange der „Boom“ dauert, geht das auch gut; wenn aber die veränderte Konjunktur auf dem Weltmarkt oder auch im Lande selbst es den industriellen Hochstaplern nicht mehr erlaubt, ihr wahres oder vermeintes „Monopol“ so auszunützen, daß der erforderliche Gewinn herausgeschlagen werden kann, dann ändert sich die Sache. Arbeiten doch viele amerikanische – wie auch viele europäische – Trusts und Kartelle mit riesenhaften Direktorengehältern, Tantièmen, Pfründen für die Anwesenheit der Mitglieder im Direktionsrat und anderen Ausgaben von Geldern, welche die Trust- und Kartelleiter sich persönlich in die Tasche stecken, ohne noch an einen Gewinn für die Aktionäre zu denken.

An der Börse scheint aber alles Gold zu sein, was glänzt, und so war zum Beispiel vor dem „Krach“ in New York der mittlere Preis von Anteilen in dreißig der hauptsächlichsten industriellen Unternehmungen der United States von 100 (1923) auf 381 gestiegen. Die Panik schlug ihn gleich in einigen Tagen auf 272 herunter (die Ziffern sind den Londoner Times entnommen).

Auch die immer mehr aufgeschraubte technische Organisation der meisten amerikanischen und von vielen europäischen Großunternehmungen hat ihren Haken. Die Vereinigten Staaten sind das Land, wo die Industrien skrupelloser „rationalisiert“ sind als irgendwo, und von Amerika aus wurden die verschiedenen Rationalisierungssysteme (Fordismus, Taylorismus usw.) über die ganze kapitalistische Welt verbreitet. Diese Systeme beziehen sich im Großen und Ganzen nicht nur auf die Verbesserung der Maschinen, die Anordnung der verschiedenen Produktions-, Manipulations- und Transportprozesse und die technische Leitung der Betriebe, sondern auch – und vor allem – auf die kostspielige menschliche Arbeit. Die Konsequenz von diesem Allen ist aber gewesen, daß die Arbeitslosigkeit in vielen älteren Produktionsländern, die doch schon in der Nachkriegsperiode so schwierig zu bekämpfen war, wie eine Lawine im Sturz angewachsen ist. Jetzt eben, wo dieser Bericht publiziert wird, gibt es in der kapitalistischen Welt weit über zwanzig Millionen arbeitsfähige Menschen, die gegen ihren Willen zur Untätigkeit verurteilt sind, und von dieser Anzahl kommen mindestens fünf bis sechs Millionen auf die Vereinigten Staaten Nord-Amerikas.

Für die revolutionären Syndikalisten liegt hierin eine Warnung davor, die „Rationalisierung“, da wo diese sich nur auf die Verbesserung von Maschinen und Material, sowie auf die technische Direktion bezieht, freudig zu begrüßen, ohne zu gleicher Zeit eine Verkürzung der Arbeitszeit oder Lohnerhöhung zu bedingen. Wo die moderne Rationalisierung sich auf die Organisation der menschlichen Arbeit ausdehnt, sollen die revolutionären Arbeiter dieselbe glattweg bekämpfen überall wo sie die Auspressung der Arbeitskraft verschlimmert oder den Geist des Menschen bis zur Stumpfsinnigkeit erwürgt. Auf jeden Fall aber muß Verkürzung der Arbeitszeit die Intensifizierung der Arbeit aufwiegen.

Wenn nun einerseits die Produktion überall energisch intensifiziert wird und andererseits eben durch diese Intensifizierung Hunderttausende und Aberhunderttausende von Arbeitern auf die Straße geworfen werden, mitunter die Kaufkraft der Arbeitermassen furchtbar erniedrigt wird, so kann schließlich eine Katastrophe, ein industrieller, kommerzieller und finanzieller Weltkrach nicht ausbleiben.

Daß derselbe sich zunächst in Amerika abgespielt hat, kann ebensowenig Verwunderung wecken wie die Tatsache, daß die finanzielle Krise den tieferen Störungen des Gleichgewichts im Wirtschaftsleben vorhergegangen ist. Ist doch die Börse eben eine Art Barometer der tieferen Handels-, Landbau- und Industrieverhältnisse. Daß es augenblicklich eine reine Unmöglichkeit ist, irgendwelche akute finanzielle Krise nur auf die Börse zu beschränken, geht schon daraus hervor, daß es in der heutigen Produktionsperiode fast keine einzige Großunternehmung in Industrie, Handel und Verkehr mehr gibt, die sich nicht auf eine Bank stützen muß und von den Banken abhängig ist.

Sehen wir uns nun einmal an, wie es im Herbst 1929 in den amerikanischen – und auch in vielen europäischen Industrie-, Handels-, Landbau- und Verkehrsunternehmungen unter den verschiedensten obengenannten Verhältnissen – Spekulation, Rationalisierung und Intenzifizierung der Produktionsprozesse, Arbeitslosigkeit usw. – aussah:

Die auf die Spitze getriebene Rationalisierung und die Massenproduktion der verschiedensten Waren „in Serien“ hatte in vielen Industrien das Angebot von Produkten weit über den Bedarf hinaufgeschraubt. Amerika war stolz darauf, daß es in seinem Lande auf acht Personen ein Automobil gab, und Herr Ford2 sah sich schon veranlaßt, Reklame zu machen für das Prinzip, daß eine echt amerikanische Familie zwei Automobile besitzen muß. Auf dem Papier der Reklamezettel geht das hübsch, in der Wirklichkeit aber war, trotz des riesenhaften Exports nach dem Auslande, die Lage der Automobilindustrie in Amerika – und durch den Rückschlag natürlich bald auch in den europäischen Ländern – eine verzweifelte. In der Filmindustrie und in verschiedenen anderen Industrien von für den Konsum fertigen Produkten war die Überproduktion in den letzten Monaten, bevor der Krach ausbrach, eine ebenso kritische. Aber auch die Produktion von Halbprodukten und Grundstoffen war überlastet. Wenn man liest, wie vor der Panik die riesenhafte amerikanische Standard Oil Company, um sich im Kampf gegen die europäische Royal Dutch zu behaupten, zehntausende von Petroleumlampen gratis in verschiedenen asiatischen Ländern unter die Bevölkerung verteilen ließ, nur um sich neue Märkte zu schaffen, dann begreift man, daß auch hier die Konsumtion hinter der Produktion zurückblieb.

Die Katastrophe kam natürlich vor allem in den Industrien von Fertigprodukten und besonders von Luxuswaren zum Ausbruch und griff von Amerika bald nach den hauptsächlichsten Industrieländern Europas über – nach Deutschland, England, Belgien usw. Frankreich blieb länger verschont und auch jetzt noch ist die Krankheit dort viel weniger ausgeprägt als in den industriellen Nachbarländern.

Es liegt auf der Hand, daß, wenn eine finanzielle Krise ausbricht, die bald als eine auf tieferen wirtschaftlichen Ursachen gegründete sich offenbart, die am ersten getroffenen Volksmassen anfangen, zunächst an solchen Waren zu sparen, deren Gebrauch sich nicht als unmittelbar nötig aufdrängt: Automobile und Fahrräder, Musikinstrumente, Gold- und Silberwaren und Kleinodien, dann aber auch Hut- und Schuhwaren, Herren- und Damenkleidung usw.

Frühjahr 1930 waren aber schon die Industrien von Halbprodukten und die Textilindustrien überall mit betroffen, bis schließlich auch – wie in jeder tiefen wirtschaftlichen Krise – die Industrien von Grundstoffen und Rohmaterialien: Eisen, Stahl, Kautschuk, Stein, Kohle usw. folgten.

Im Hochsommer 1930 gliederte das Berliner „_Institut für Konjunkturforschung_“ die Länder, welche eine rückläufige Konjunktur aufwiesen, folgendermaßen:

  1. Beginnender Rückgang: Länder, die nur vereinzelte Rückgangssymptome als eine Entspannung von Übersteigerungen einer vorausgegangenen Hochkonjunktur anzeigen.
  2. Fortschreitender Rückgang: Allgemeine Rückgänge mit einer Tendenz im negativen Sinne.
  3. Auslaufender Rückgang: verlangsamte Rückgangsbewegung oder bereits Stillstand auf dem erreichten Niveau.

Damals befanden sich im Stadium des beginnenden Rückganges von den europäischen Ländern nur die Niederlande, die Schweiz und Schweden, und, von den überseeischen Ländern, nur Chile und Neuseeland.

Nebst Frankreich waren auch Dänemark, Irland und Norwegen noch kaum von der depressiven Strömung der ungünstigen Konjunktur berührt.

Die Mehrzahl aller Länder der Welt gehörte aber schon dem Stadium des fortschreitenden Rückganges an, unter ihnen vor allem die europäischen Industriestaaten: Großbritannien, Belgien, Italien, Österreich und die Tschechoslowakei.

Als im Stadium des auslaufenden Rückganges befindlich rechnete das Berliner Institut vor allem Deutschland und die Vereinigten Staaten, ferner von europäischen Ländern Polen, Rumänien, Portugal und Finnland, außerdem die südamerikanischen Staaten Brasilien, Kolumbien, Venezuela und Ecuador.

Natürlich ist ein derartiger Bericht über die internationale Wirtschaftslage mit sehr vielen Einzelheiten belegt. Im selben Lande befinden sich kaum zwei Industrien genau in derselben Lage, und auch jetzt noch befinden viele der hauptsächlichsten Industrien in allen kapitalistischen Ländern sich noch immer in einem mehr oder weniger starken Konjunkturrückgang.

Wahrscheinlich wird sich auch jetzt wieder das Baugewerbe am ersten aus der allgemeinen Depression erheben, ganz wie es in den vorhergegangenen Krisen, die seit dem Anfang des XIX. Jahrhunderts genau studiert wurden, so allgemein der Fall war. Jedenfalls aber muß damit gerechnet werden, daß auch in den jetzt sich schon erholenden Industrien, überall da, wo offenbar der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Rückgangsbewegung erreicht wurde, noch einige Jahre lang eine Art Rekonvaleszenzprozeß folgen wird, eine gemilderte Depression, während welcher die Industrien fortkriechen und nur langsam sich erheben, bis allmählich eine neue Aufschwungsperiode eintritt.

*

Bevor wir die Position und die Pflichten der revolutionären Gewerkschaftsbewegung den wirtschaftlichen Krisen gegenüber richtig beurteilen können, ist es unbedingt notwendig, die Frage zu beantworten, ob in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung solchen immer wiederkehrenden Krisen vorgebeugt werden kann. Meine Antwort, auf langjährige Studien basiert, ist_ eine unbedingt verneinende_.

Ich werde hier vor Allem kurz einige der Motive formulieren, welche ich ausführlich in meiner Théorie du Capital et du Profit, Paris 1926, (II. Teil, Kap. XXXII, V und VI) entwickelt habe:

Die tieferen Ursachen der modernen Wirtschaftskrisen und die Erklärung ihrer Periodizität müssen in den kombinierten Schwankungen der Nachfrage und des Angebots der Ware und in den einander folgenden Zuständen von Überproduktion oder Unterproduktion gesucht werden.

Das gesellschaftliche Kapital erzeugt durch seine Tendenz zur Akkumulation ein fortdauerndes Bedürfnis zur Ausdehnung der Produktion.

Das Kapital muß Früchte abwerfen, und unter der heutigen kapitalistischen Gesellschaftsordnung hat die Produktion schließlich nur ein Ziel: die Realisierung eines Unternehmerprofits. Wenn nun die heutige Gesellschaft stets mehr alle Energie, alle Intelligenz besonders, zur technischen Vervollkommnung von Produktion und Distribution der Güter anwendet, so sieht sich die Zivilisation periodisch vor die ernste Frage gestellt, daß die gesellschaftliche Konsumtion nicht in der Lage ist, den wachsenden Strom von Waren zu verzehren, der ihr von der gesellschaftlichen Produktion zugeführt wird.

Schließlich geht der Konflikt des progressiven Anwachsens der Produktion in Perioden von Hochkonjunktur mit der weniger ausgesprochenen Entwicklung der tatsächlichen Nachfrage aus der Akkumulation des fixen Teils des gesellschaftlichen Gesamtkapitals hervor. Solange diese Akkumulation und das Anwachsen der Produktion keiner gesellschaftlichen Kontrolle unterworfen ist, so lange die Produktion ein privates Jagdgebiet für Profitjäger bleibt, wird die Produktion praktisch stets wieder aufs Neue auf den Widerstand einer ursprünglichen Macht stoßen, auf den Widerstand einer Urkraft, die stärker ist als die Produktion selbst, – nämlich auf den wirklichen sozialen Bedarf der Menschheit, der alle überflüssigen Waren zurückstößt. Nehmen wir ein Beispiel, wozu notwendigerweise die ungebändigte kapitalistische Produktion führt: Dieser Tage ging ein Bericht durch die internationale Presse: die Riesenschuhfabrik Thomas Bat’a in Zlin (Tschechoslovakei) hätte den Beschluß gefaßt, ihre Produktion von 100 000 Paar Schuhe pro Tag auf 200 000 Paare täglich zu erhöhen und dafür ihr Personal bis auf 30 000 Personen zu vermehren. Bat’a meint seinen Plan verwirklichen zu können mit Erniedrigung der Preise, Verbesserung der Qualität seiner Produkte und Lohnerhöhung. 1930 wurden schon die Preise gewisser Artikel um beinahe 40 Prozent herabgesetzt. Natürlich fragt Bat’a nicht, ob er vielleicht mit der Durchführung seines Planes einige tausende oder zehntausende Schuhmachergeschäfte und kleine Schuhfabriken ruinieren muß. Ebensowenig aber hat er unter der kapitalistischen Gesellschaftsord[ng]ung danach zu fragen, ob die nationalen und internationalen Märkte für Schuhwaren (die Bat’asche Fabrik führt viel aus) eine derartige Ausbreitung von Riesenbetrieben ertragen könne. Denn Bat’a ist kein Kind und weiß besser als irgendeiner, daß die Verwirklichung seines Planes die konkurrierenden Schuhfabriken in anderen Ländern zwingen wird, ebenso die notwendigsten technischen Verbesserungen in ihren Betrieben einzuführen.

Man kennt die verschiedenen Palliativen, die überall zur Vorbeugung wirtschaftlicher Krisen angewandt werden: die Ausfuhr von überschüssigen Waren kann gewiß einen nationalen Markt einigermaßen entlasten, hat aber auch andererseits zur Folge, die Krise zu verallgemeinern; die lokalen, regionalen und nationalen Behörden können bestimmte öffentliche Arbeiten in Zeiten von Depression ausführen lassen; ihrerseits können die Arbeitervereine ihre arbeitslosen Mitglieder gratis nach den Kolonien oder – wie die englischen Trade-Unions – nach den Dominions senden usw.

Alle diese Maßnahmen haben aber schließlich nur zum Resultat, das wirtschaftliche Übel von einem Lande zu einem anderen oder von einer Periode auf eine andere zu verschieben; oder auch anstatt einer kurzen, plötzlich eingreifenden Krise eine langdauernde, allgemeine Depression herbeizuführen. Vielfach auch – wie bei der Durchführung von öffentlichen Arbeiten – führen solche Maßnahmen zur Ausführung von unproduktiven Arbeiten, d. h. zur Vergeudung menschlicher Arbeitskraft.

Aus allem vorhergesagten geht hervor, daß nur eine strenge gesellschaftliche Kontrolle der Produktion dem hier behandelten Problem Hilfe schaffen kann.

Kann diese Hilfe von der Gründung und der Weiterentwicklung von Kartellen und Trusts in den verschiedensten Industrien herbeigeführt werden? Auch hier ist meine Antwort verneinend.

Man hat schon vielfach die Bemerkung gemacht, daß die periodisch wiederkehrenden Krisen in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts heftiger, panikartiger, aber auch kürzer waren: die schwächeren, lebensunfähigen kapitalistischen Unternehmungen wurden dann wie durch einen Sturmwind weggefegt; das tote Holz fiel ab, aber nachdem der Orkan abgeebbt war, drang die Sonne der Prosperität wieder bald aufs Neue durch die Wolken. In den letzten Jahrzehnten aber trägt das durch Wirtschaftskrisen hervorgerufene Unheil weniger einen panikartigen Charakter, aber der allgemeine Rückgang der Geschäfte und die sozialen Übel dauern vielfach jahrelang.

An dieser allmählichen Umwandlung der Wirtschaftskrisen tragen nun die kapitalistischen Verbände, die Kartelle und Trusts, die größte Schuld. Man weiß, daß die modernen Großkapitalisten darauf bestehen, daß sie mittels ihrer Verbände im Stande sind, die Produktion in ihrem Industriezweig der Konsumtion anzupassen. Sie glauben, die Prosperität in einer Periode von Hochkonjunktur mäßigen, andererseits aber auch das Elend in einer Periode von Niedergang der Industrie lindern zu können, indem sie in ersteren Perioden das Angebot ihrer Ware einschränken und die steigenden Preise ermäßigen und umgekehrt in letzteren Perioden die Produktion so viel wie möglich stabilisieren, um die Preise hochzuhalten.

Bis zu einem gewissen Grade ist dies Alles auch richtig, und im Laufe eines Jahrhunderts ist unbedingt die gesellschaftliche Produktion regelmäßiger geworden. Von den Mißbräuchen von Seiten der modernen Unternehmerverbände, die dabei vorgekommen sind, besonders wo es sich um die „Hochhaltung“ der Warenpreise in Zeiten von Depression handelte, wollen wir, hier nur wenig reden. Bei den öffentlichen Erhebungen über Kartelle und Trusts, besonders in Deutschland und in den Vereinigten Staaten, kam es oft zu drastischen Szenen zwischen den organisierten Großunternehmen in den Montanindustrien und den Fabrikanten der Weiterverarbeitungsindustrien, wenn letztere sich über die „ruinierenden“ Preise beklagten, die ihnen von den ersteren „abgepreßt“ wurden. „Wenn der Koch sich mit dem Küchenmädchen zankt, da hört man, wo die Butter bleibt“, sagt ein holländisches Sprichwort. Deshalb sind solche Erhebungen so lehrreich.

Auf alle derartigen Klagen und öffentlichen Beschuldigungen antworten nun die Kartell- und Trustleiter, dieselben seien nur deshalb möglich, weil ihre Verbände noch nicht allgemein und straff genug ausgebaut seien. Deshalb geben sie auch dem amerikanischen Trust den Vorzug vor dem deutschen Kartell. Ihr Ideal ist die Schaffung von Riesenverbänden in „vertikaler“ Richtung, die sich von den Rohprodukten bis zu dem unmittelbar für den Verbrauch bestimmten Endprodukten ausdehnen. Diese Organisationen sollen weiter zwischen den verschiedenen Produktionsphären durch enge Verbindungen verknüpft sein. Ein Zukunftsbild, das uns schließlich einen produktiven Feudalstaat verspricht, worin einige Tausende Industriebarone, von etwa zweihundert Finanzkönigen regiert, uns auf der ganzen Welt das Gesetz vorschreiben würden.

Wir lassen hierbei unerwähnt, ob die Massen der Bevölkerung sich auf lange Dauer eine derartige mittelalterliche Sklaven- oder Leibeigenenexistenz gefallen lassen würden. Selbst wenn unter einem derartigen System den Wirtschaftskrisen vorgebeugt werden könnte, so würde es noch möglich sein, daß ein revolutionärer Kreuzzug der Konsumenten gegen die vereinigten Produktionstyrannen sie alle zusammen verschlange. Die Revolution von 1918 in Deutschland blies in einem Atemzug 26 Dynastien hinweg3; international aber könnten wir weit mehr tun, ökonomisch und politisch!

Hier erhebt sich nur für uns die Frage, ob die Kartelle und Trusts, bis in ihre letzten abscheulichen Konsequenzen ausgebaut, im Stande sein würden, die Produktion so zu regeln, daß die bisher auf einander folgenden Produktionszyklen: Aufhebung der Geschäfte, Anfang einer Hochkonjunktur, plötzlicher Stillstand und Geschäftskatastrophe, Depression und langsame Gesundung endgültig aufgehoben werden könnten.

Das ist nun aber nicht der Fall. Wir konstatieren vielmehr, daß die ernsthaften Wirtschaftskrisen aus der Vorkriegszeit, jene von 1901 bis 1902 und von 1907 bis 1909 ebensowohl wie die jetzige Krise, welche im Herbst 1929 einsetzte, besonders in denjenigen Ländern herrschten, wo – wie in den Vereinigten Staaten und in Deutschland – die mächtigsten Kartelle und Trusts bestanden, und daß dabei nicht nur die verbundenen Großkapitalisten sich machtlos zeigten zur Eindämmung des Übels, sondern daß vielmehr die Entwicklung der Kartelle und Trusts das allgemeine Übel noch verschlimmert hat.

Wie ist diese Erscheinung zu erklären? Sehen wir uns dazu die Mittel an, welche die Kartelle und Trusts besitzen, um die Produktion in Zeiten eines allgemeinen Geschäftsstillstands einzuschränken. Eine derartige Einschränkung läßt sich auf dem Papier gut ausführen, aber technisch gesprochen hängen Ausdehnung oder Einschränkung der Produktion von der Masse des Betriebskapital und der Schnelligkeit seines Umlaufes ab. Es ist aber vielfach absolut unmöglich, das einmal in die Produktion geworfene Kapital daraus zurückzuziehen, oder auch den von der Technik und den verbesserten Verkehrsmitteln immer mehr beschleunigten Produktionsprozeß im Fortgang zu hemmen.

Was nützt es, die Produktion immer mehr zu vervollkommnen, wenn man schließlich doch gezwungen ist, die Hochöfen auszulöschen und die modernen Maschinen, welche unter der modernen Konkurrenz doch schon so bald altern, unbenützt zu lassen? Man darf auch nicht vergessen, daß selbst die mächtigsten Trusts, wie die United States Steel Corporation oder der deutsch-amerikanische Elektrizitätstrust, ihre unabhängigen Konkurrenten, ihre Outsiders, haben, die stets bereit sind, die Arbeiten eines Trusts weiterzuführen und ihrem mächtigen Konkurrenten einen Teil seiner Kundschaft abspenstig zu machen, wenn der Trust dazu überginge, seine Produktion zu sehr einzuschränken.

Trusts und Kartelle sind nun einmal nicht dazu da, um den sozialen Interessen zu dienen und Krisen vorzubeugen, sondern vor Allem, um einen Unternehmergewinn zu ermöglichen.

Und schließlich: Was heißt es, die Produktion einschränken? Es heißt, die weniger leistungsfähigen und älteren Betriebe schließen und die minderwertige Maschinerie verschrotten oder auch die Arbeitsstunden einschränken. In jedem Fall aber wird dadurch die Arbeitslosigkeit gesteigert oder der Gesamtlohn der Arbeiterbevölkerung vermindert. Die Einschränkung der Produktion hat also immer eine Verminderung der Kaufkraft der Arbeiterbevölkerung zur Folge, und das eben in einer Epoche, wo schon die Nachfrage angefangen hat nachzulassen.

Dabei wirkt sich der unvermeidliche Rückschlag jeder Industrie auf viele andere Industrien aus. Wenn man in der Metallindustrie anfängt, große Arbeiten unausgeführt zu lassen, den Bau neuer Betriebe einzustellen, so leiden darunter nicht nur die Metallarbeiter, sondern auch die Arbeiter im Baugewerbe, in den Ziegeleien und Zementfabriken, den Holzsägereien usw.

Fragen wir nun umgekehrt, wie es in einer aufgehenden Produktionsperiode aussieht? Nehmen wir an, dieselbe sei besonders unter dem Einfluß einer allgemeinen Nachfrage nach Eisenbahnmaterial in den neuen und älteren Ländern eingeleitet. Hochöfen und Eisengießereien fangen dann an, für Eisenbahnwagen und Schienen massenhaft Material zu liefern, und das Baugewerbe besorgt den Bau von Wegen, Stationsgebäuden. Wie könnten aber dann die vereinigten Eisenbarone und die Unternehmer im Baugewerbe den industriellen Aufstieg hindern, wenn überall Eisenbahnmaterial und Bauten gebraucht werden? Es kann nie eintreten, daß sich die soziale Nachfrage sprungweise offenbart oder auch, daß nach einer Hochkonjunktur die Nachfrage zeitweilig gesättigt ist, weil neue Einrichtungen jahrelang nur wenig Arbeit für Unterhalt fordern?

International ist die Frage noch viel verwickelter: Wenn die verbundenen Großunternehmer in einem Lande sich weigern würden, die zunächst notwendigen Arbeiten während einer Periode von Hochkonjunktur auszuführen, so würden immer, sei es im eigenen Lande, sei es im Auslande, andere Unternehmer bereit sein, von der Gelegenheit zu profitieren und zu versuchen, einen neuen Markt zu erobern. Technisch und finanziell gesprochen muß man es im Allgemeinen als eine Absurdität betrachten, wenn endlich nach vielen Jahren von Stillstand oder Abflauen der Geschäfte eine Periode von Hochkonjunktur anbricht und dann die Produktion eingedämmt wird, die Fabriken geschlossen und die Arbeiter entlassen werden sollen. Das können auch die Kartelle und Trusts nicht tun. In solchen Perioden gilt so oft die Parole: Entweder schnell, in einer bestimmten Zeit, die geforderten Waren liefern, oder die Gelegenheit, sie zu liefern, ganz verlieren.

Damit Produktion und Konsumtion sich regelmäßig ausgleichen können, muß die Produktion sich direkt an die Konsumtion anpassen, und beide müssen zugleich geregelt werden.

Nun erhebt sich noch die Frage, ob vielleicht der Staatskapitalismus oder Staatssozialismus, wie es vielfach heißt, hier lösend eingreifen könnte. Diese Frage ist um so wichtiger geworden, seit erstens in allen modernen Ländern stets mehr Industrien und Betriebe vom Staat angezogen werden und zweitens eine internationale politische Partei – die Sozialdemokratie – wie jetzt in Rußland, der praktischen Verwirklichung dieses Staatskapitalismus zustrebt. Sozialdemokraten und Staatskommunisten (Bolschewisten) finden in diesem Bestreben auch in konservativen Kreisen viel Anhang, überall da, wo die von den kapitalistischen Verbänden unterdrückten Kleinfabrikanten um Staatshilferufen, oder wo offizielle Wirtschaftler und Magistratspersonen dem Staatsmonopol gegenüber den Monopolen der Großkapitalisten den Vorzug geben.

Aber auch der heutige Staat ist ohnmächtig, um Produktion und Konsumtion dauernd mit einander in Einklang zu bringen. Gegenüber den Privatkapitalisten hat er gewiß den Vorsprung, daß er die Verluste in einer Produktionsphäre mit den Gewinnen in anderen ausgleichen kann. Dagegen ist er aber bekanntlich ein schlechter Wirtschaftler, und in dieser Hinsicht bleibt er hinter den Privatunternehmern zurück.

Gewiß könnte die allmähliche Demokratisierung des Staates dieser Körperschaft neue Vorteile verleihen und stets mehr das allgemeine Wohl zum Ziel von Produktion und Konsumtion nehmen. Das allgemeine Studium der Konjunktur, jetzt schon statistisch – in Deutschland zum Beispiel – angefangen, könnte dabei zur besseren Orientierung auch für die Produktion dienen. Dieser Vorteile wegen werden denn auch ohne Zweifel die Staatsmonopole im Laufe des XX. Jahrhunderts noch eine große Zukunft haben.

Naturlich handelt es sich hier nur um gewisse Industrien, wie Eisenbahnen, Post, Telegraphie, usw. Im Allgemeinen bekämpft die revolutionär-syndikalistische Bewegung ebenso die Staatsmonopole wie die Privatmonopole. Selbst in den auf die Monopolisierung durch den Staat direkt angewiesenen Industrien dürfen wir hoffen, daß, nach der Periode der Staatsmonopole, die Zeit der direkten Organisierung der Arbeit durch Zweckverbände und Gewerkschaften und durch das in Genossenschaften organisierte Publikum treten wird.4

Allein der Staat muß unter der heutigen Wirtschaftsordnung, ganz wie die Privatunternehmer, mit der kapitalistischen Konkurrenz rechnen, – auch international. Er muß das Privateigentum der Bürger respektieren, sich nötigenfalls die fehlenden Gelder durch Anleihen verschaffen, die Arbeiten im Lohnverhältnis ausführen lassen und die Akkumulation der Grundrente in den Händen einzelner Personen dulden usw. Auch wenn der Staat in einem Produktionszweig an die Stelle der Privatunternehmer tritt, bleiben die Grundlagen der heutigen Wirtschaftsordnung: Privateigentum und Lohnsystem, fortbestehen. Unter diesen Umständen wird er nie die periodischen Fluktuationen von Produktion und Konsumtion überwinden können. Auch für ihn bleibt die direkte Anpassung der Produktion an die Konsumtion ein Traumbild, und die drohende Gefahr der Arbeitslosigkeit kann auch er nicht los werden.

Produktion und Konsumtion sind urwüchsige Wirtschaftsmächte, die weit tiefer im Wirtschaftsleben wurzeln als der Staat selbst.

Der heutige Staat kann sich schon der Konkurrenz wegen von der auf Unternehmergewinn gerichteten Produktion nicht befreien, auf die Gefahr hin, die nicht für die Staatsausbeutung geeigneten Industrien nicht unterstützen zu können. Wenn zum Beispiel die Eisenbahnen Staatsmonopol sind, so muß der Staat Eisenbahnwagen liefern, neue Bahnen anlegen usw., falls in der Hochkonjunktur von allen Seiten Bahnmaterial verlangt wird. Ist aber die Nachfrage gesättigt und tritt der wirtschaftliche Rückschlag ein, dann muß auch der Staat die Produktion einschränken, Arbeiter abbauen usw. Wie würden die verschiedensten politischen Parteien die Staatsausbeutung kritisieren, wenn der Staat unter Vernachlässigung seiner Ausbeutungspflichten in einem Jahr mit zehn oder zwanzig Prozent Verlust arbeiten würde?

Schließlich sind auch die Organe selbst, wodurch der Staat sich mit den Massen der Konsumenten in jedem Zweig in Verbindung setzen könnte, nicht einmal geschaffen, sodaß selbst erst die nötigsten Mittel, um die allgemeine Konsumtion und ihre voraussichtliche Bewegung kennen zu lernen, dem Großproduzenten – Staat fehlen. Auch deshalb kann also der heutige Staat die Produktion nicht an die Konsumtion anpassen, und so steht auch er den tieferen Bewegungen des Wirtschaftslebens gegenüber wehrlos da.

Der moderne Staat ist ein zu oberflächlicher Beobachter; er ist zu stark politisch ausgebaut und zu wenig wirtschaftlich betont.

Schon vor Jahrzehnten hieß es in sozialistischen Kreisen: Im Zeichen der Arbeitslosigkeit wird die alte Gesellschaftsordnung untergehen, und die Ereignisse der letzten Jahre haben nur allzusehr bewiesen, wie nahe die Stunde jenes Unterganges ist.

Aus diesem Allen ist die Haltung, welche die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung den modernen Wirtschaftskrisen gegenüber einzunehmen hat, von selbst gegeben.

Auf die Notwendigkeit, daß die Arbeiter in Zeiten von Geschäftsabflauung und Krise an erster Stelle ihre Löhne zu verteidigen haben, brauchen wir wohl kaum einzugehen. Wenn aber wirklich eine jener modernen Wirtschaftskrisen zugleich die „Todeskrise“ der kapitalistischen Herrschaft werden soll5, so ist es besonders auch die Sache der revolutionären Syndikalisten, die Massen der Arbeiterbevölkerung auf die Übernahme der ökonomischen Herrschaft vorzubereiten.

Eben weil die Sozialdemokratie überall in den letzten Jahrzehnten sich in den Sumpf des Staatssozialismus verlaufen hat, also gleich wie die heutigen Feudalherren in Industrie, Handel und Transportwesen eine Gesellschaftsordnung befürwortet, welche von oben nach unten aufgebaut wird, kann es nur noch die Aufgabe von revolutionären Syndikalisten und freiheitlichen Kommunisten sein, eine Gesellschaftsordnung und ein Produktions- und Verteilungssystem, das von unten nach oben aufgebaut wird, so weit wie möglich durchzusetzen und dabei die föderativen Bünde der Betriebe der straffen Zentralisation der Unternehmerverbände und des Staates gegenüberzustellen.

Also muß das Hauptgewicht unserer revolutionären Propaganda auf die Einführung von Fabrik-, Werkstatt- und Bauern-Delegierten (Räten) der Arbeitnehmer gelegt werden. Auch wenn diese Propaganda augenblicklich noch in der Hauptsache theoretische Propaganda bleibt, so kann doch jetzt schon die Verwirklichung dieser Arbeitnehmervertretung in den kapitalistischen und Staatsbetrieben in Perioden von Streiks anderen Forderungen angegliedert werden, damit sie allmählich die Hauptforderung der Arbeitermassen wird.

Schon unter der heutigen Gesellschaftsordnung können die Arbeitnehmer das Recht fordern, die Bücher der Betriebe, wo sie arbeiten, zu kontrollieren, eventuell ihre Vertreter in die Direktion und den Aufsichtsrat zu schicken und an der Aufstellung der Bilanz ihres Unternehmens in dem Sinne mitzuarbeiten, daß ohne das Gutheißen des Personals künftig keine Bilanz mehr aufgestellt werden darf.

Es ist möglich, daß unter dem Einfluß der allmählichen Demokratisierung des Staates, von der oben die Rede war, die Staats- und Gemeindebetriebe und Verwaltungsdienste hier und da den kapitalistischen Unternehmen vorangehen und zum Beispiel dienen, um zu zeigen, was eigentlich Sozialismus und Kommunismus ist und wie die Verwaltung von Industrie, Handel und Transport, sowie auch der öffentlichen Betriebe aussieht, wenn sie von unten her nach oben betrieben wird. Jedenfalls muß die syndikalistische Propaganda sich in allen Richtungen offenbaren und überall da eingreifen, wo die Verwirklichung unserer Forderungen nur einigermaßen möglich ist.

Von der späteren lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Organisation der Arbeiter- und Beamtenvertretungen braucht hier nicht gesprochen zu werden. Dieselbe muß nach und nach, den verschiedensten Verhältnissen entsprechend, ausgebaut werden.

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The Current Economic Crisis and the Position of Revolutionary Syndicalism (1931)1

When the first stock market panic broke out in New York on October 29, 1929, like a bolt from the blue, at first all those who were accustomed to observing only the surface of social phenomena refused to believe in the profound seriousness of the catastrophe. And American economists and financiers—generally superficial and self-confident as only Americans can be—gave us their solemn assurance that this was just a normal stock market panic.

For several weeks, the general public was on their side. What! America, the “Republic of Two Oceans,” America, which has a domestic market so vast and self-sufficient that no other country can match it; whose industry is undoubtedly better organized than any other; America, which, behind high tariff walls, can calmly face international competition – America would face an economic crisis so acute, so profound, that even the great crisis of 1907 to 1909 had not been? At first, this seemed impossible to tens of thousands of people.

And yet many others, alerted by deeper economic studies, had claimed months and years before that there was something unhealthy and a bad omen in the rapid, feverish development of American industries, something from which they predicted a sudden, powerful, and also quite “American” catastrophe.

Their prophecy was based, first of all, on the unscrupulous speculation that had developed in North America, which can only be seen as a symptom of an unhealthy organization of the production and distribution system, but which nevertheless has its significance as such.

The American businessman who has a few million dollars at his disposal is not in the habit of investing all his money in a single or two industrial, commercial, or financial enterprises; Instead, he buys five percent of the shares in one company, takes out a mortgage on it, and uses the new money to buy the majority of shares in a second factory, trading company, or bank, on which he likewise takes out a mortgage, in order to use the latter amount to buy a third company, and so on. In this way, a single person or a small group of industrial swindlers “controls”—as the Americans call it—many and even diverse enterprises, all of which are heavily indebted, until the first storm blows the house of cards apart.

There is also the very American process of stockwatering (capital investment), which, just like the above-mentioned “chaining” of industries, had already contributed so much to the inevitable “crash” in 1907. When five, ten, or fifty industrial, commercial, or banking enterprises, each worth an average of three million dollars, form a “trust,” they are valued together not at fifteen, thirty, or one hundred and fifty million dollars, but much higher, at about twenty, fifty, or two hundred million, and according to this new valuation, they are expected to make a profit. As long as the “boom” lasts, this works well; but when the changed economic situation on the world market or even in the country itself no longer allows the industrial impostors to exploit their real or supposed “monopoly” in such a way that the necessary profit can be made, then things change. Many American—as well as many European—trusts and cartels operate with huge executive salaries, bonuses, perks for the presence of members on the board of directors, and other expenditures of money that the trust and cartel leaders pocket personally, without even thinking about a profit for the shareholders.

On the stock market, however, all that glitters seems to be gold, and so, for example, before the “crash” in New York, the average price of shares in thirty of the main industrial companies in the United States had risen from 100 (in 1923) to 381. The panic knocked it down to 272 in just a few days (the figures are taken from the London Times).

The increasingly sophisticated technical organization of most American and many European large companies also has its drawbacks. The United States is the country where industries are “rationalized” more ruthlessly than anywhere else, and it was from America that the various rationalization systems (Fordism, Taylorism, etc.) spread throughout the capitalist world. These systems relate not only to the improvement of machinery, the arrangement of the various production, handling, and transport processes, and the technical management of the plants, but also—and above all—to costly human labor. The consequence of all this, however, has been that unemployment in many older industrial countries, which was already so difficult to combat in the postwar period, has grown like an avalanche. At the time of this report's publication, there are well over twenty million people in the capitalist world who are capable of working but are condemned to inactivity against their will, and of this number, at least five to six million are in the United States of America.

For revolutionary syndicalists, this is a warning against welcoming “rationalization” with open arms when it only refers to improvements in machinery and materials, as well as technical management, without at the same time demanding a reduction in working hours or an increase in wages. Where modern rationalization extends to the organization of human labor, revolutionary workers should fight it outright wherever it worsens the exploitation of the workforce or stifles the human spirit to the point of dullness. In any case, however, a reduction in working hours must outweigh the intensification of work.

If, on the one hand, production is being vigorously intensified everywhere and, on the other hand, this intensification is throwing hundreds of thousands and hundreds of thousands of workers onto the streets, sometimes terribly reducing the purchasing power of the working masses, then ultimately a catastrophe, an industrial, commercial, and financial global crash, is inevitable.

The fact that this first occurred in America is no more surprising than the fact that the financial crisis preceded the deeper disturbances in the economic equilibrium. After all, the stock market is a kind of barometer of the deeper commercial, agricultural, and industrial conditions. The fact that it is currently impossible to limit any acute financial crisis to the stock market alone is evident from the fact that in today's production period there is hardly a single large enterprise in industry, trade, and transport that does not have to rely on a bank and is dependent on banks.

Let us now take a look at how things stood in the fall of 1929 in American—and also in many European—industrial, commercial, agricultural, and transport enterprises under the various conditions mentioned above: speculation, rationalization and intensification of production processes, unemployment, etc.

Extreme rationalization and mass production of a wide variety of goods “in series” had pushed the supply of products far beyond demand in many industries. America was proud that there was one car for every eight people in the country, and Mr. Ford2 felt compelled to advertise the principle that a true American family must own two cars. This looked good on paper, but in reality, despite huge exports abroad, the situation of the automobile industry in America – and, of course, soon also in European countries due to the downturn – was desperate. In the film industry and various other industries producing consumer goods, overproduction in the months before the crash was just as critical. But the production of semi-finished products and raw materials was also overloaded. When one reads how, before the panic, the giant American Standard Oil Company, in order to compete with the European Royal Dutch, distributed tens of thousands of petroleum lamps free of charge to the population in various Asian countries, solely to create new markets for itself, one realizes that here too, consumption lagged behind production.

The catastrophe broke out, of course, primarily in the finished goods industries, especially luxury goods, and soon spread from America to the main industrial countries of Europe – Germany, England, Belgium, etc. France was spared for longer, and even now the disease is much less pronounced there than in its industrial neighbors.

It is obvious that when a financial crisis breaks out, which soon reveals itself to be based on deeper economic causes, the masses who are affected first begin to economize on goods whose use is not immediately necessary: cars and bicycles, musical instruments, gold and silverware and jewelry, but then also hats and shoes, men's and women's clothing, etc.

By the spring of 1930, however, the semi-finished goods and textile industries were already affected everywhere, until finally—as in every deep economic crisis—the industries producing basic materials and raw materials: iron, steel, rubber, stone, coal, etc., followed suit.

In the summer of 1930, the Berlin-based "Institute for Economic Research" classified the countries experiencing an economic downturn as follows:

  1. Incipient decline: Countries showing only isolated signs of decline as a result of the easing of excesses from a previous economic boom.
  2. Progressive decline: General declines with a negative trend.
  3. Ending decline: Slowed decline or already stagnation at the level reached.

At that time, the only European countries in the beginning stage of decline were the Netherlands, Switzerland, and Sweden, and the only overseas countries were Chile and New Zealand.

In addition to France, Denmark, Ireland, and Norway were also hardly affected by the depressive trend of the unfavorable economic situation.

However, the majority of countries in the world were already in the stage of progressive decline, among them above all the European industrialized countries: Great Britain, Belgium, Italy, Austria, and Czechoslovakia.

The Berlin Institute considered Germany and the United States to be in the final stages of decline, along with the European countries of Poland, Romania, Portugal, and Finland, as well as the South American countries of Brazil, Colombia, Venezuela, and Ecuador.

Of course, such a report on the international economic situation is based on a great deal of detail. Hardly any two industries in the same country are in exactly the same situation, and even now many of the main industries in all capitalist countries are still experiencing a more or less severe economic downturn.

It is likely that the construction industry will once again be the first to emerge from the general depression, as has generally been the case in previous crises that have been studied in detail since the beginning of the 19th century. In any case, however, it must be expected that even in those industries that are already recovering, wherever the low point of the economic downturn has apparently been reached, a kind of convalescence process will follow for several years, a milder depression during which industries will crawl along and rise only slowly until a new period of upswing gradually sets in.

*

Before we can correctly assess the position and duties of the revolutionary trade union movement in the face of economic crises, it is absolutely necessary to answer the question of whether such recurring crises can be prevented in the capitalist economic order. My answer, based on many years of study, is an unqualified no.

I will briefly outline some of the reasons that I have developed in detail in my Théorie du Capital et du Profit, Paris 1926, (Part II, Chapters XXXII, V and VI):

The deeper causes of modern economic crises and the explanation for their periodicity must be sought in the combined fluctuations of demand and supply of goods and in the successive states of overproduction or underproduction.

Social capital, through its tendency to accumulate, creates a constant need to expand production.

Capital must bear fruit, and under the current capitalist social order, production ultimately has only one goal: the realization of entrepreneurial profit. Now, if today's society devotes all its energy, and especially all its intelligence, to the technical perfection of the production and distribution of goods, civilization is periodically confronted with the serious question that social consumption is unable to consume the growing stream of goods supplied to it by social production.

Ultimately, the conflict between the progressive growth of production in periods of economic boom and the less pronounced development of actual demand arises from the accumulation of the fixed part of total social capital. As long as this accumulation and the growth of production are not subject to social control, as long as production remains a private hunting ground for profit seekers, production will practically always encounter the resistance of an original power, the resistance of a primal force that is stronger than production itself—namely, the real social needs of humanity, which reject all superfluous goods. Let us take an example of what unbridled capitalist production necessarily leads to: A report recently appeared in the international press: the giant shoe factory Thomas Bat'a in Zlin (Czechoslovakia) had decided to increase its production from 100,000 pairs of shoes per day to 200,000 pairs per day and to increase its workforce to 30,000 people. Bat'a believes he can realize his plan by lowering prices, improving the quality of his products, and increasing wages. In 1930, the prices of certain items were already reduced by almost 40 percent. Of course, Bat'a does not ask whether the implementation of his plan might ruin several thousand or tens of thousands of shoemakers and small shoe factories. Nor does he have to ask, under the capitalist social order, whether the national and international markets for footwear (Bat'a's factory exports a lot) can withstand such an expansion of giant companies. For Bat'a is no child and knows better than anyone that the realization of his plan will force competing shoe factories in other countries to introduce the most necessary technical improvements in their operations as well.

We are familiar with the various palliative measures that are used everywhere to prevent economic crises: the export of surplus goods can certainly relieve the pressure on a national market to some extent, but it also has the effect of generalizing the crisis; local, regional, and national authorities can have certain public works carried out in times of depression; for their part, workers' associations can send their unemployed members to the colonies or—like the English _trade unions_—to the dominions, etc., free of charge.

Ultimately, however, all these measures only serve to shift the economic evil from one country to another or from one period to another, or to bring about a prolonged, general depression instead of a short, sudden crisis. In many cases, such as in the implementation of public works, such measures lead to the execution of unproductive work, i.e., to the waste of human labor.

From all that has been predicted, it is clear that only strict social control of production can help solve the problem discussed here.

Can this help be brought about by the establishment and further development of cartels and trusts in various industries? Here, too, my answer is negative.

It has often been remarked that the periodically recurring crises in the first half of the 19th century were more violent, more panic-stricken, but also shorter: the weaker, unviable capitalist enterprises were then swept away as if by a storm wind; the dead wood fell away, but after the hurricane had subsided, the sun of prosperity soon broke through the clouds again. In recent decades, however, the havoc wreaked by economic crises has been less panic-stricken in nature, but the general decline in business and social ills often lasts for years.

Capitalist associations, cartels, and trusts are largely to blame for this gradual transformation of economic crises. It is well known that modern big capitalists insist that, through their associations, they are able to adapt production in their industry to consumption. They believe that they can moderate prosperity in a period of economic boom, but also alleviate misery in a period of industrial decline, by restricting the supply of their goods and reducing rising prices in the former period, and conversely, by stabilizing production as much as possible in the latter period in order to keep prices high.

To a certain extent, all this is true, and over the course of a century, social production has undoubtedly become more regular. We will say little here about the abuses that have occurred on the part of modern business associations, especially when it came to “keeping up” commodity prices in times of depression. During public inquiries into cartels and trusts, especially in Germany and the United States, there were often dramatic scenes between the organized large companies in the coal and steel industries and the manufacturers in the processing industries, when the latter complained about the “ruinous” prices that were being “extorted” from them by the former.

“When the cook quarrels with the kitchen maid, you hear where the butter stays,” says a Dutch proverb. That is why such investigations are so instructive.

The leaders of cartels and trusts respond to all such complaints and public accusations by saying that they are only possible because their associations are not yet sufficiently widespread and tightly organized. That is why they also prefer the American trust to the German cartel. Their ideal is the creation of giant associations in a “vertical” direction, extending from raw materials to end products intended for immediate consumption. These organizations are to be further linked between the various spheres of production by close connections. A vision of the future that ultimately promises us a productive feudal state in which a few thousand industrial barons, ruled by some two hundred financial kings, would dictate the law to us throughout the world.

We will leave aside the question of whether the masses of the population would tolerate such a medieval existence of slavery or serfdom in the long run. Even if such a system could prevent economic crises, it would still be possible for a revolutionary crusade by consumers against the united production tyrants to engulf them all. The 1918 revolution in Germany swept away 26 dynasties in one fell swoop; internationally, however, we could do much more, economically and politically!

The only question that arises for us here is whether the cartels and trusts, developed to their ultimate abominable consequences, would be able to regulate production in such a way that the successive production cycles of the past—the suspension of business, the beginning of an economic boom, sudden stagnation and business catastrophe, depression, and slow recovery—could be permanently eliminated.

However, this is not the case. Rather, we note that the serious economic crises of the pre-war period, those of 1901 to 1902 and 1907 to 1909, as well as the current crisis, which began in the fall of 1929, prevailed particularly in those countries where — as in the United States and Germany — the most powerful cartels and trusts existed, and that not only did the associated big capitalists prove powerless to stem the tide, but that the development of cartels and trusts actually exacerbated the general malaise.

How can this phenomenon be explained? Let us look at the means available to cartels and trusts to restrict production in times of general business stagnation. Such a restriction is easy to implement on paper, but technically speaking, the expansion or restriction of production depends on the amount of working capital and the speed of its circulation. However, it is often absolutely impossible to withdraw capital once it has been thrown into production, or to slow down the production process, which is constantly accelerating thanks to technology and improved means of transport.

What is the point of constantly improving production if one is ultimately forced to shut down the blast furnaces and leave the modern machines, which are already becoming obsolete under modern competition, unused? Nor should we forget that even the most powerful trusts, such as the United States Steel Corporation or the German-American Electricity Trust, have their independent competitors, their outsiders, who are always ready to continue the work of a trust and steal some of its customers away from its powerful competitor if the trust were to restrict its production too much.

Trusts and cartels are not there to serve social interests and prevent crises, but above all to enable entrepreneurs to make a profit.

And finally: what does it mean to restrict production? It means closing down the less efficient and older factories and scrapping inferior machinery, or even reducing working hours. In any case, however, this increases unemployment or reduces the total wages of the working population. Restricting production therefore always results in a reduction in the purchasing power of the working population, and this at a time when demand has already begun to decline.

The inevitable setback in one industry has an impact on many other industries. If the metal industry starts leaving large projects unfinished and halting the construction of new plants, it is not only metalworkers who suffer, but also workers in the construction industry, brickworks, cement factories, sawmills, etc.

Let us now ask, conversely, what the situation is like in a period of rising production. Let us assume that this period is initiated in particular by a general demand for railway equipment in the new and older countries. Blast furnaces and iron foundries then begin to supply large quantities of material for railway cars and rails, and the construction industry takes care of the construction of tracks and station buildings. But how could the united iron barons and construction entrepreneurs then hinder industrial growth when railway materials and buildings are needed everywhere? It can never happen that social demand manifests itself in leaps and bounds, or that after a boom, demand is temporarily saturated because new facilities require little maintenance work for years?

Internationally, the question is even more complicated: if the associated large entrepreneurs in one country refused to carry out the initially necessary work during a period of economic boom, other entrepreneurs, whether in their own country or abroad, would always be ready to take advantage of the opportunity and try to conquer a new market. From a technical and financial point of view, it must generally be considered absurd if, after many years of stagnation or decline in business, a period of economic boom finally arrives and then production is curtailed, factories are closed, and workers are laid off. Even cartels and trusts cannot do this. In such periods, the motto is often: either deliver the required goods quickly, within a certain time, or lose the opportunity to deliver them altogether.

In order for production and consumption to balance each other out on a regular basis, production must be directly adapted to consumption, and both must be regulated at the same time.

Now the question arises as to whether state capitalism or state socialism, as it is often called, could intervene here to solve the problem. This question has become all the more important since, firstly, more and more industries and businesses in all modern countries are being attracted by the state and, secondly, an international political party – social democracy – is now striving to put this state capitalism into practice in Russia. Social democrats and state communists (Bolsheviks) find much support for this endeavor even in conservative circles, wherever small manufacturers oppressed by capitalist associations call for state aid, or where official economists and magistrates prefer the state monopoly to the monopolies of big capitalists.

But even today's state is powerless to permanently reconcile production and consumption. Compared to private capitalists, it certainly has the advantage of being able to offset losses in one area of production with profits in others. On the other hand, however, it is notoriously a poor economist, and in this respect it lags behind private entrepreneurs.

Certainly, the gradual democratization of the state could give this body new advantages and increasingly make the general welfare the goal of production and consumption. The general study of the economic situation, which has already begun statistically—in Germany, for example—could also serve to provide better guidance for production. Because of these advantages, state monopolies will undoubtedly continue to have a great future in the course of the 20th century.

Of course, this only applies to certain industries, such as railways, postal services, telegraphy, etc. In general, the revolutionary syndicalist movement opposes state monopolies just as much as private monopolies. Even in industries that are directly dependent on monopolization by the state, we can hope that, after the period of state monopolies, there will come a time of direct organization of labor by special-purpose associations and trade unions and by the public organized in cooperatives.

Under the current economic system, the state, just like private entrepreneurs, must reckon with capitalist competition, including international competition. It must respect the private property of citizens, obtain the necessary funds through loans if necessary, have the work carried out on a wage basis, and tolerate the accumulation of ground rent in the hands of individuals, etc. Even if the state replaces private entrepreneurs in a branch of production, the foundations of the current economic system—private property and the wage system—will remain in place. Under these circumstances, it will never be able to overcome the periodic fluctuations in production and consumption. For the state, too, the direct adjustment of production to consumption remains a pipe dream, and it cannot escape the looming threat of unemployment.

Production and consumption are primal economic forces that are far more deeply rooted in economic life than the state itself.

Today's state cannot free itself from competition for production aimed at entrepreneurial profit, at the risk of not being able to support industries that are not suitable for state exploitation. If, for example, the railways are a state monopoly, the state must supply railway cars, lay new tracks, etc., if railway material is in demand from all sides during an economic boom. But if demand is saturated and an economic downturn occurs, then the state must also restrict production, lay off workers, etc. How would the various political parties criticize state exploitation if the state, neglecting its exploitation duties, were to operate at a loss of ten or twenty percent in a given year?

Finally, the organs through which the state could communicate with the masses of consumers in each branch have not even been created, so that even the most necessary means of learning about general consumption and its probable movement are lacking to the large producer—the state. This is another reason why the state today cannot adapt production to consumption, and so it too is defenseless in the face of the deeper movements of economic life.

The modern state is too superficial an observer; it is too strongly politically structured and not sufficiently economically oriented.

Decades ago, socialist circles were already saying: "The old social order will perish under the sign of unemployment," and the events of recent years have only too clearly demonstrated how close the hour of that demise is.

All of this makes it obvious what stance the revolutionary trade union movement should take toward modern economic crises.

We hardly need to go into the necessity for workers to defend their wages first and foremost in times of economic downturn and crisis. But if one of these modern economic crises is indeed to become the “death crisis” of capitalist rule, it is particularly the task of revolutionary syndicalists to prepare the masses of the working population to take over economic power.

Precisely because social democracy everywhere has lost its way in the swamp of state socialism in recent decades, advocating, like today's feudal lords in industry, trade, and transportation, a social order that is built from the top down, it can only be the task of revolutionary syndicalists and libertarian communists to implement, as far as possible, a social order and a system of production and distribution that is built from the bottom up, thereby countering the strict centralization of business associations and the state with the federative alliances of businesses.

Therefore, the main emphasis of our revolutionary propaganda must be placed on the introduction of factory, workshop, and farmer delegates (councils) of the workers. Even if this propaganda remains mainly theoretical at present, the realization of this workers' representation in capitalist and state-owned enterprises can already be linked to other demands during periods of strikes, so that it gradually becomes the main demand of the working masses.

Even under the current social order, workers can demand the right to inspect the books of the companies where they work, possibly send their representatives to the management and supervisory boards, and participate in the preparation of their company's balance sheet in such a way that no balance sheet may be prepared in the future without the approval of the staff.

It is possible that, under the influence of the gradual democratization of the state mentioned above, state and municipal enterprises and administrative services will here and there take the lead over capitalist enterprises and serve, for example, to show what socialism and communism actually are and what the administration of industry, trade, and transport, as well as public enterprises, looks like when it is run from the bottom up. In any case, syndicalist propaganda must manifest itself in all directions and intervene wherever the realization of our demands is even remotely possible.

There is no need to discuss here the later local, regional, national, and international organization of workers' and civil servants' representatives. This must be developed gradually, in accordance with the most diverse circumstances.

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The Current Economic Crisis and the Position of Revolutionary Syndicalism - Christiaan Cornelissen